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THOMAS

LAUBER

Der Stress der Entspannung

  • Autorenbild: Thomas Lauber
    Thomas Lauber
  • 31. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit


"Thomas, es stresst mich, mich zu entspannen."


Mit diesem überraschenden Satz kam kürzlich eine Teilnehmerin während eines Seminars auf mich zu.


Bereits während der Übung war mir aufgefallen, dass mehrere Teilnehmende bereits Mühe hatten, ihre Augen zu schliessen und für einen Moment Ruhe zuzulassen. Dazu kamen körperliche Reaktionen wie zuckende Finger und unruhige Füsse, was ich immer häufiger beobachte.


Dass sich Menschen schwer entspannen können, ist kein neues Phänomen. Was mir jedoch auffällt: Es betrifft immer mehr.


Die Gründe dafür sind individuell, doch gewisse Muster wiederholen sich:


  • Ein zentraler Punkt ist die permanente Überreizung. Wir sind praktisch durchgehend Impulsen ausgesetzt. Musik, Bildschirme, Benachrichtigungen, Verkehr, Gespräche. Das Nervensystem kennt kaum noch Stille.

  • Dazu kommt Multitasking. Viele Alltagssituationen werden gleichzeitig „optimiert“. Ein Podcast bei der Arbeit. TikTok und Instagram während des Fernsehens. Netflix auf dem Arbeitsweg. Was nach Effizienz aussieht, hält das Gehirn in einem dauerhaften Aktivierungsmodus.

  • Und schliesslich fehlen Ruhephasen. Nicht, weil die Zeit nicht vorhanden wäre, sondern weil wir verlernt haben, sie zu nehmen. Und wir haben verlernt, die Signale zu erkennen, die uns sagen, dass eine kurze Pause jetzt sinnvoll wäre.


Diese Dauerbelastung bleibt nicht ohne Folgen. Körper und Nervensystem können viel kompensieren, aber nicht unbegrenzt. Irgendwann meldet sich der Körper und zieht die Notbremse. Oft nicht sanft, sondern deutlich.


Damit es gar nicht erst so weit kommt, hier drei einfache und wirksame Ansatzpunkte, mit denen Du frühzeitig gegensteuern kannst.


  1. Offline-Zeiten: Lege das Handy weg. Schau einen Film oder eine Serie, ohne nebenbei Reels zu checken. Oder geniesse im Zug einfach einmal die Landschaft.

  2. Nein sagen: Gesunder Egoismus ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von bewusster Fokussierung. Du kannst nicht alles und jeden gleichzeitig bedienen, ohne dafür einen Preis zu bezahlen.

  3. Fokus: Reduziere Deine Aufmerksamkeit auf eine Sache. Lege bewusst fest, was Du als Nächstes erledigen möchtest. Und dann mach genau das. Nicht mehr. Nicht weniger.


Erholung ist kein reines Ferienthema. Sie beginnt mit kleinen Ansätzen, die in Deinen Alltag passen.


Wie sorgst Du dafür, dass Du in Deinem Alltag zur Erholung kommst?

 
 
 

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